Ein datenbasierter Zertifizierungsansatz für additiv gefertigte, metallische Luftfahrzeugbauteile
-Zertifizierungsplattform -datenbasierte Qualitätssicherung
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Die Luftfahrtindustrie befindet sich im Wandel hin zu einer nachhaltigeren Herstellung, Wartung und einem nachhaltigeren Betrieb von Luftfahrzeugen. Zudem werden neuartige und diversifizierte Luftfahrzeuge entwickelt. Die additive Fertigung ist eine geeignete Möglichkeit, den daraus entstehenden Anforderungen gerecht zu werden. Durch die vielen Prozessparameter der additiven Fertigung, welche die Bauteileigenschaften bedingen, ist die luftrechtliche Zulassung herausfordernd. Für die Zulassung von metallischen, additiv gefertigten Luftfahrzeugbauteilen wird daher ein digitalisierter Prozess in Form einer Plattform vorgestellt. Ein wesentlicher Bestandteil ist ein neuer Ansatz zur datenbasierten Qualitätssicherung. Dieser berücksichtigt alle währende des Herstellungsprozesses verfügbaren Daten wie Design-, Fertigungs- und Nachbehandlungsdaten. Machine-Learning-Algorithmen werden für die Vorhersage der resultierenden Bauteileigenschaften eingesetzt. Sie werden mit Ergebnissen zerstörungsfreier und zerstörender Prüfungen trainiert. Die dafür notwendigen Probekörper wurden im LPBF-Verfahren aus AlSi10Mg hergestellt. Die datenbasierte Qualitätssicherung in einer produktiven Umgebung benötigt lediglich zerstörungsfreie Analyse- und Prozessdaten zur Beurteilung der Bauteilqualität. Allen Beteiligten wird hiermit ein einfacher Zugang zum digitalen Zertifizierungsprozess unter Einbezug des neuartigen, datenbasierten Qualitätssicherungsprozesses ermöglicht. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses notwendige Dienstleistungen können über die Plattform ausgelöst und Ergebnisdaten (z.B. Analyseergebnisse) digital verarbeitet werden.
Vortragssprache: DE
Referent*innen (1)
